Häufig gestellte Fragen

Je kühler ein Wein serviert wird, desto frischer, säure- oder gerbstoffbetonter wirkt dieser. Weine, die zu warm serviert werden, wirken alkoholischer, süßer und reifer. Die optimale Trinktemperatur ist daher für den Weingenuss von großer Wichtigkeit. Am besten orientieren Sie sich an folgenden Trinktemperaturen:

  • Gehaltvolle Rotweine: 16 - 18°C
  • Leichter Rotwein: 12 - 14°C
  • Erstklassige Weißweine: 12 - 14°C
  • Junge und frische Weißweine: 10 - 12°C
  • Sekt und Champagner: 7 - 10°C

Etiketten enthalten wichtige Informationen für Sie als Genießer. Es lohnt sich daher etwas Zeit beim Lesen des Etiketts zu investieren, um zu erfahren, wieviel Volumenprozent Alkohol der Wein aufweist, welche Qualität in der Flasche ist und wer der Erzeuger des vergorenen Traubensaftes ist. Alle diese Informationen sind obligatorisch. Die Nennung des Jahrgangs und der Rebsorte sind fakultativ. Stehen Jahrgang und Rebsorte auf dem Etikett, so müssen mindestens 85 % von diesen im Wein vorhanden sein.

Das edle Produkt Kork ist in die Jahre gekommen! Begrenzte Ressourcen haben die Preise explodieren lassen, die Qualitäten haben sich verschlechtert, sodass eine rasante Zunahme von Korkfehlern die Folge war. Um dem Korkgeschmack zu begegnen, haben viele Winzer auf alternative Verschlüsse umgestellt. Abgesehen von dem uns bekannten „Plastikstoppen“ sind heute innovative und gebrauchsfähige Systeme auf der Weinflasche, die unseren ästhetischen Ansprüchen entsprechen und vollkommen luftdicht verschließen. International erprobt und schon seit über vier Jahrzehnten auf dem Markt ist der Schraubverschluss. Die Schweizer und Australier führten dieses Verschlusssystem als „Long Cap“ in Deutschland ein. Der Vorteil des „Schraubers“, ist das unkomplizierte Öffnen und Verschließen der Flasche sowie die stehende Lagerung. Im Rheingau finden Sie viele Flaschen, die mit einem Glasverschluss versehen sind. „Vino-Lok“ heißt diese Alternative. Es ist ein Glasstopfen, der mit einem Silikonring für die Dichtigkeit und sicheren Halt in der Flaschenmündung sorgt. 

Wein ist eines der ältesten Kulturgetränke der Menschheit. Bereits den alten Ägyptern, Griechen und Römern war er als allgemeines Heilmittel bekannt. Viele Ernährungswissenschaftler sind überzeugt, dass Wein der Gesundheit zuträglich ist. Wein in Maßen getrunken, erhöht den Gehalt des positiven Blutfettes HDL-Cholesterin, senkt das gefährliche LDL-Cholesterin und verbessert die Wirksamkeit des Insulins. Im Wein enthaltene Stoffe verhindern das Verkleben der Thrombozyten in den Arterien und senken damit die Gefahr von Gefäßverstopfungen und Arterienverkalkung. Aber zuviel Alkohol kann süchtig machen und ist ungesund! Das Zellgift zerstört Zellen und Synapsen im Gehirn und kann eine Schädigung der Leber hervorrufen.

Ein Weinglas sollte von der Beschaffenheit farblos, ungeschliffen und dünnwandig sein. Wenn sich der Kelch konkav schließt und der Glasrand sich nach oben verengt, sind Sie auf der sicheren Seite. Ein Glas mit genügend langem Stiel hat den Vorteil, dass man Farbe und Reinheit des Weines gut beurteilen kann, ohne dabei die Kuppa zu berühren. So lässt sich verhindern, dass die Temperatur des Weines durch die Handflächen beeinflusst wird. Mehr als vier verschiedene Weingläser sind in der Regel nicht nötig, um Wein und Besucher gleichermaßen zu ehren. Für Sekt, Schaumwein oder Prosecco wird ein Sektkelch verwendet. Dieses Glas ist schlank und recht hoch. Für junge und frische Weißweine eignen sich Gläser, die einen kleinen Glaskelch aufweisen. Dass für einen jungen Weißwein stets ein kleinerer Kelch zum Zuge kommt, liegt an den oft filigranen und feinen Aromen, die sich in einem sehr großen Kelch leicht verlieren, aber auch daran, dass sich der gekühlte Weißwein in kleinen Gläsern nicht so schnell erwärmt. Schwere und volle Rotweine entfalten sich in großen und dickbauchigen, leicht voluminösen Gläsern am leichtesten. Hier ist ein Sauerstoffaustausch oftmals gewünscht. 

Das vorsichtige Umfüllen eines Weins in eine Karaffe wird Karaffieren oder Dekantieren genannt. Beim Karaffieren reichert man einen Wein mit Sauerstoff an, beim Dekantieren trennt man zusätzlich feste Stoffe wie zum Beispiel Farbschollen oder Weinstein vom Wein. Unangenehme leicht flüchtige Fehlertöne werden so entfernt, fruchtige Noten werden durch den warmen Sauerstoff verstärkt und harte Gerbstoffe werden weicher auf der Zunge wahrgenommen. Vorsicht ist bei alten Rotweinen geboten! Besonders reife Spätburgunder vertragen ein Dekantieren oftmals nicht.

Nach dem Öffnen sind Weine leider nur begrenzt haltbar. Die erste und wirksamste Methode ist, den Wein verschlossen im Kühlschrank aufzubewahren. Der Grund, warum es schwierig ist offene Weine aufzuheben, ist das Wirken von Sauerstoff mit den Säuren und Phenolen. Ein Wein oxidiert. Einfache Weißweine sind durchaus ein oder zwei Tage, hochwertigere Weißweine bis zu einer Woche haltbar. Rotwein ist empfindlicher und hält sich meistens nicht viel länger als ein bis drei Tage. Es gibt Vakuumpumpen, die es möglich machen der Flasche die Luft zu entziehen. Ein geeigneter Verschluss sorgt dann dafür, dass der Wein seinen Charakter über mehrere Tage hält. Ein anderes System ersetzt die Luft in der Flasche durch ein Gasgemisch. Das verhindert wirksam die Oxidation, ist aber in der Anschaffung und im Verbrauch nicht ganz billig. Eine sehr wirksame Methode ist die angebrochene Flasche in eine kleinere Flasche randvoll umzufüllen. Damit wird das Oxidationsproblem erheblich reduziert und der Wein hält sich deutlich länger als unter einem Luftpolster.

Die Raumtemperatur ist besonders bei der Weinlagerung zu beachten. Idealerweise sollte die Temperatur des Lagerraums möglichst konstant zwischen 10 °C und 15 °C liegen. Bei hohen Temperaturschwankungen, wie sie in einer Wohnung über das Jahr hinweg vorkommen können, altert Wein schneller, der Korken trocknet aus oder wird brüchig und der Wein beginnt zu verdunsten. Neben einer angemessenen Temperatur ist eine gewisse Luftfeuchtigkeit wichtig. Eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit ist notwendig, damit Korken elastisch bleiben und die Flasche zuverlässig verschließen. Achten Sie daher auf eine Luftfeuchte zwischen 65 und 75 Prozent. Zudem sollten Sie darauf achten, den Wein dunkel zu lagern. Zuviel Helligkeit fördert den Alterungsprozess und zersetzt zum Beispiel die Farbe im Wein. Lagern Sie den Wein daher abgedunkelt in einem Weinregal oder, falls er in Kisten gelagert wird, decken Sie die Flaschen mit Pappe ab, um den Lichteinfall zu minimieren und Dunkelheit zu erzeugen. Wenn Sie über keinen geeigneten Kellerraum verfügen, könnte sich die Anschaffung eines Weinklimaschrankes lohnen. Dieser ist eine Art Kühlschrank mit separaten Temperaturbereichen für Weißweine und Rotweine. Zudem bietet er ideale Luftfeuchtigkeitsverhältnisse und sorgt für eine konstante Temperatur, die individuell eingestellt werden kann.

Wenn sich Weinstein in der Flasche bildet, bedeutet das, dass der Wein reich an Mineralien ist und sehr schonend vinifiziert wurde. Der Satz ist ein untrügliches Qualitätszeichen, welches die Eigenart eines bestimmten Jahrganges aufzeigt, in dem die Weine besonders reich an frischer und fruchtiger Säure waren. Je reifer die Trauben sind, desto größer ist der Anteil an Wein- und Apfelsäure. Je länger die Beeren am Rebstock hängen, desto mehr haben diese Zeit, aus dem Boden neben anderen Mineralien auch Kalium und Kalzium aufzunehmen. Beim Zusammentreffen der genannten Mineralien und Weinsäuren im Most oder Wein bildet sich Weinstein, wenn der Gehalt an Weinsäure im Wein die Menge übersteigt, die der betreffende Wein in gelöster Form halten kann, der Sättigungsgrad also überschritten ist. Wenn man in alte Fässer leuchtet, dann glitzern die Kristalle wie in einer Eishöhle. Aber Weinstein – das ist ganz natürlich – fällt nicht immer schon im Fass aus. Der Vorgang kann sich in der Flasche fortsetzen. Die „Diamanten des Weines“ sind durchaus auch in jungen Weinen zu finden. Am häufigsten jedoch ist der Weinstein bei den wertvollsten Gewächsen wie Auslesen, Beerenauslesen und Eisweinen anzutreffen.

Die EU verlangt seit 2005 die Deklarierung dieses Inhaltsstoffs im Wein. Sehr empfindliche Menschen können mit einer Unverträglichkeit auf Sulfite im Wein reagieren. Übelkeit, Kopfschmerzen oder Nesselsucht können mögliche Folgeerscheinungen sein. Schwefeldioxid wird im Wein zur Konservierung eingesetzt: Es hilft dabei, den Wein haltbar zu machen und verhindert, dass sich der Most durch Oxidation bräunlich verfärbt. Gleichzeitig kann man den Wein so auch vor Bakterien und Schimmelpilzen schützen. Nach EU-Verordnung dürfen bestimmte Werte von Schwefeldioxid im Wein pro Liter nicht überschritten werden.