Interview mit...

Alexander Stodden

Alexander Stodden

Weingut Stodden, Rech an der Ahr

Der deutsche Spätburgunder ist (auch) international sehr erfolgreich? Wie erklären Sie sich/uns das?

Eigentlich ganz einfach, die Leute haben mittlerweile verstanden, dass es sich dabei nicht um rot gemachten Weißwein handelt. Die deutschen Winzer haben enorm viel dazugelernt, die Qualitäten sind auf einem Höhepunkt, damit haben wir auch die Pinot-Noir-Winzer das Fürchten gelehrt. Also ich brauche meinen Spätburgunder nicht zu verstecken, und es ist noch Luft nach oben. Auch für unsere alten Reben.

Eine Glaubensfrage? Korken, Glas, Drehverschluss? Wo geht die Reise hin, was sind Ihre Erfahrungen?

Glas ist zu teuer. Der Drehverschluss ist bei großen Weißweinen mittlerweile akzeptiert, aber solange die Großen der Großen keinen Drehverschluss einsetzen, warum sollte ich es tun? Ich stehe nun mal voll und ganz auf Kork, ich mache alles mit Kork – da weiß ich, was ich habe. Ich kenne seine Fehler, aber ich weiß wie er funktioniert und was dabei herauskommt.

Was darf in Ihrem Weinregal nie fehlen?

Ganz klar Champagner oder guter deutschen Winzersekt – das ist ein ganz toller Ausgleich. Es gibt schon ziemlich gutes Prickelwasser, das macht einfach Spaß und müde Geister wieder munter.