Wines of Portugal Campus II.

Am Montag dem 25. September fand im Panoramadeck im Hamburger Emporio am Dammtorwall der Wines of Portugal Campus II. statt. Unter dem Motto „Lernen – Verkosten – Netzwerken“ luden die Wines of Portugal zum zweiten Mal zu dieser hochkarätigen Veranstaltung, die einen ganzen Tag Portugal und seinen Weinen widmete. Mit wunderbarem Rundumblick aus dem 23. Stock über die Hansestadt waren drei Regionen durch 19 Aussteller vertreten und boten ein reichhaltiges Programm zur Verkostung, die neben dem obligaten Portwein die gesamte Klaviatur portugiesischer Weine spielte: vom Einstiegswein bis zu den portugiesischen Icons wie Mouchao oder Quinta de Vale Meao aus dem Douro. Sie belegten eindrucksvoll die Vielzahl der Rebsorten, unterschiedlichen Stilistiken und Herkünfte sowie Böden und Klimazonen, die die Weine Portugals so einzigartig machen. Schaumweine aus Baga, Weißweine aus autochthonen Sorten wie Antao Vaz, Arinto, Fernao Pires und Alvarinho sowie eine Phalanx roter Kreszenzen aus dem Alentejo, Douro und Tejo demonstrierten die weitläufige Vielfältigkeit des Weinlandes Portugals, dessen Fundament auf den 250 autochthonen Rebsorten fusst und ihre Einzigartigkeit unter allen Weinen der Welt begründet.

 

Von 10 bis 19 Uhr war die Veranstaltung für Fachpublikum aus Handel, Gastronomie und für Sommeliers geöffnet und bot neben der Verkostungen der Tischpräsentationen ein hochkarätiges Programm in drei Seminarräumen zur Weiterbildung.

Die Portugal-Spezialisten Caro Maurer (MW), Hendrik Thoma (MS), David Schwarzwälder und Stefanie Döring vermittelten in insgesamt neun Workshops über den gesamten Tag geballtes Wissen rund um das Weinland Portugal. Begonnen beim Grundlagen-Seminar über den Schatz der heimischen Rebsorten, ihren Eigenschaften und deren Funktion in der Cuvée über die Vorstellung noch unbekannter Regionen wie dem Tejo oder Lissabon bis hin zur zweistündigen Masterclass „Academy Level II“ mit David Schwarzwälder konnten sich die Besucher fundiert weiterbilden. Rebsorten, Klima, Böden und Cuvées, die Vielzahl der Faktoren die Einfluss auf den Wein nehmen wurden detailliert beleuchtet und sorgten neben den Verkostungen für einen fachdidaktischen Mehrwert, der für Veranstaltungen dieser Art richtungsweisend ist. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt, so dass niemand das Haus verlassen musste, sondern sich rundum dem Thema seiner Wahl widmen konnte. Ein einzigartiges und gelungenes Konzept mit hohem Anspruch und gebündelter Kompetenz, das sich höchst vergnüglich und vor allem kurzweilig präsentierte. Wir freuen uns auf das nächste Mal, wenn es um Wein-Entertainment auf höchstem Niveau geht. Saúde! 

 

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Sebastian Bordthäuser

Sebastian Bordthäuser

Der studierte Germanist betrat die Sommelierszene als Quereinsteiger. 2012 kürte Falstaff ihn zum Sommelier des Jahres. Er schreibt für Effilee, die Welt am Sonntag, Feinschmecker, BEEF und Vinum.

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