„Der große Glander“: Der erste Roman von Stevan Paul ist da

Ein kulinarischer selbstverständlich. Darin geht der beliebte Kochbuchautor und Blogger der Frage nach, was Essen zur Kunst macht. Auf 288 Seiten schreibt der WeinPlaces-Autor über die Freiheit, das Weggehen und Heimkommen und natürlich über die Leidenschaft vom Kochen, Schmecken und Genießen. 

 

Natürlich geht es nicht nur ums Essen und Kochen – ganz im Gegenteil. Der Roman ist vielseitig, spannend und unterhaltsam. Die kulinarische Leidenschaft ist wunderbar eingebettet in eine detailreiche Rahmengeschichte: So geht es auch um die Kunst, spezifisch um die Eat-Art-Bewegung. Im Mittelpunkt der Geschichte im „Großen Glander“ steht Gustav Glander, der als junger Mann nach New York geht und quasi über Nacht zu einem bekannten und hochgehandelten Künstler wird. Durch diese Aufmerksamkeit, die seiner Person gilt, merkt der Künstler, dass es auch in der Kunstwelt um etwas anderes geht, um Geld, Image und Selbstdarstellung – nicht aber nur um die bare Kunst. Das enttäuscht ihn und ist Glander zu viel – irgendwann flüchtet er. Im Anschluss an diese Flucht erfindet der gefeierte Künstler sich neu und dringt in die kulinarische Welt ein. Zwölf Jahre später meint der findige Kunstkritiker Gerd Mönninghaus den verschollen geglaubten Gustav Glander zufällig in einem Restaurant gesehen zu haben und beginnt aus Neugier und Interesse mit seiner Recherche. Eine Recherche die zu einer Reise wird: Von Hamburg in Städte wie New York, Regionen wie das Allgäu und Orte wie den Bodensee.

Wir finden: Ein schöner Roman, einer der Lust auf Essen, Genießen, Entdecken macht und der uns WeinPlaces-Autor Stevan Pauls Leidenschaft noch ein bisschen näher bringt.