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WeinPlaces FischerklauseWeinPlaces: Wie bist du zum Wein gekommen?
Gerhard: Ich bin auf dem Bauernhof meines Großvaters in der Südoststeiermark aufgewachsen, da gab es Schweinchen, Hühner, Ackerbau und natürlich Wein. Die Zeit in den Weinbergen, das Pressen und das Probieren des süßen Mostes, das hat schon in der Kindheit ordentlich Eindruck auf mich gemacht. Das erste Verkosten eines Mostes direkt von der Kelter herunter    war dann schließlich eines meiner prägendsten Geschmackserlebnisse überhaupt. Von da an wollte ich es in Sachen Wein ganz genau wissen.

Wann und warum hast du dich entschieden den Wein zum Beruf zu machen?
Als ich zur Schule ging, hat meine Mutter sich mit einem Gasthof selbständig gemacht, in diesem Gasthof gab's natürlich auch Wein. Für den hab ich mich, wie gerade schon erklärt, überdurchschnittlich interessiert… und den Rest kann man sich jetzt fast denken, oder?

Wofür stehen die WeinPlaces für dich persönlich?
Ich denke, dass die WeinPlaces die Herrlichkeit des Weines auf auf eine Art betonen, die er schon lange verdient hat – es hat halt bisher nur niemand getan. Sie tragen die frohe Botschaft vom Wein hinaus in die Welt, dorthin, wo die echten Weinfreunde sitzen. Er versteckt sich nicht mehr in einigen sogenannten hochklassigen Restaurants in den Metropolen. Die Genießer werden durch die WeinPlaces aufmerksam gemacht auf ganz normale, gute Lokale, die eine tolle Weinkultur pflegen. Das anständige Glas Wein auch in der Alltagsgastronomie ankommen zu lassen, das ist eine Sache, die wir dem Kulturgetränk schuldig sind. Und auf diesem Sektor leisten die WeinPlaces eine wirklich tolle Pionierarbeit.

Welchen Klassiker hast du immer im Haus?
Ich brauche in jedem Fall immer einen trockenen, gelben Muskateller aus der Steiermark in meiner Nähe. Wenn es mir mal nicht so gut geht: Ein Gläschen davon und das Herz schlägt wieder Purzelbäume.

Wenn du ein Wein wärst, welcher wärest du?
Möglicherweise ein Grüner Veltliner. Ich glaube ich bin ein Mensch der ein ziemlich großes Spektrum an Stimmungen aufweist; und das gilt auch für den Grünen Veltliner! Das ist ein Wein mit vielen Launen, aber durchweg im positiven Sinne.

WeinPlaces Fischerklause  WeinPlaces Fischerklause

Dein Motto in Sachen Wein?
Das Erste, was mir einfällt, klingt ein bisschen plakativ, aber es ist halt so: Wein ist flüssige Liebe. Und das Zweite wäre: Alles geht, nichts muss.Was trinkst du, wenn du keinen Wein trinkst?
Wasser. So schön der Wein auch ist, Alkohol hat er immer. Das muss man kompensieren und dabei ist Wasser ein ganz wunderbarer Partner.

Wo trinkst du Wein am liebsten wenn du nicht gerade in deinem Restaurant bist?
So banal wie ehrlich: Dort wo er erzeugt wird. In der First Class der Lufthansa schmeckt er meistens auch, aber am Besten doch immer noch auf dem Weingut auf dem er gewachsen ist.

Your Personal hidden Treasure?
Schwierige Frage! Es gibt natürlich Weine die man mal als Once-in-a-Liftetime-Event getrunken hat und die einem total perplex hinterlassen haben. Das wär bei mir ein 1900er Chauteaux Margeau aus dem Bordeaux. Aber ich bin da sehr frei in meiner Faszination. Ich hab letztens einen Sancerre getrunken, der war auf seine Art fast genau so fantastisch. Ich muss sagen: Sich auf einen Wein festlegen zu sollen, das ist schon eine Aufgabe, die gegen die Menschenrechtskonvention verstößt. Nur in der Ehe muss man sich ein für allemal entscheiden. In allen anderen Bereichen sollte man sich noch ein Türchen offen lassen dürfen.