Nachgefragt bei ...

Wie seid Ihr zum Wein gekommen?
Dominik:
Ich bin in Mainz großgeworden, also quasi umzingelt von Rheinhessischen Weinbergen. Dort ist Wein eine allgegenwärtige Selbstverständlichkeit. Ich habe schon als Vierzehnjähriger in einer Straußenwirtschaft gearbeitet, man kann fast sagen, ich wurde in den Wein hineingeboren.

Lars:
Während  meiner  beiden  Ausbildungen  zum Restaurantfachmann  sowie  zum  Koch.  Innerhalb  der gehobenen  Gastronomie spielt  der  Zusammenhang zwischen Speisen  und  Weinen  eine  riesige   Rolle.  Da beschäftigt  man  sich  fast  täglich  damit.
Wann und warum habt Ihr Euch entschieden ihn zu Euerm Beruf zu machen?
Dominik:
Wahrscheinlich war meine Zeit im Weingut Pfennig in Gau-Bickelheim ausschlaggebend. Während ich dort praktische Erfahrungen sammeln konnte fiel der Entschluss auch die Theorie zu vertiefen, und eine Sommeliersausbildung dran zu hängen. Ich denke spätestens an der Stelle war das Thema Berufswahl für mich gegessen.

Lars:
Nachdem  ich  2004  meine  Ausbildung  zum Restaurantfachmann  gemacht  habe  und  bereits  im   Restaurantbereich  sehr  viel  mit  Wein  gearbeitet habe,  habe  ich  in  meiner  zweiten   Ausbildung  zum  Koch  in  einem  Sternerestaurant  an  der  Ostsee  sehr  schnell  gemerkt,  wie  wichtig  und  interessant  die  Kombination  aus  Wein  und  exzellenten  Speisen  für  mich  ist.  Gerade  wenn  man mitbekam,  wie  sich  der  Küchenchef  mit  unserem  Sommelier  bezüglich  der   Weinbegleitung  zum  Essen  ausgetauscht  hat,  stieg  das  Interesse  sehr  schnell.   

Wofür stehen die WeinPlaces für Euch persönlich?
Die WeinPlaces sind eine tolle Initiative zu Gunsten der jungen, ungezwungenen Gastronomie. Ein wichtiger Nebeneffekt dabei ist, dass die Kommunikation zwischen den Top-Weinbars und Top-Weinrestaurants in Deutschland endlich mal ein wenig angeschoben wird. Für die Wirte sind die WeinPlaces eine sehr schöne Gelegenheit ein bisschen zusammenzurücken und sich auszutauschen. Und für die Gäste eine echte Hilfe, wenn es darum geht schnell einen Ort zu finden, an dem sich man locker und trotzdem äusserst professionell in Sachen Wein beraten lassen kann. Und ganz nebenbei noch ein super Essen dazu auf den Tisch gezaubert bekommt.

Welchen Klassiker habt Ihr immer im Haus?
Auf  Grund  unseres  Konzepts  vertritt  die  Weinkarte in  der  Weinwirtschaft  sehr  viele  junge   aufstrebende  Winzer.  Trotzdem  können  wir  natürlich auch  auf  Klassiker  zurückgreifen,  da  wir   auch Zugang  zum  Weinkeller  des  Gourmet - Restaurants  im Hotel  Louis  C.  Jacob  haben.  Da   findet  man  dann auch  einen  Klassiker  wie  zum  Beispiel  einen Riesling  von  J.  J.  Prüm!  

Wenn Ihr ein Wein wärt, welcher wäret  Ihr?

Ein Riesling, Großes Gewächs, relativ jung und mit einem ordentlichen Potential für eine gesunde Alterung. Also ein Wein der alle Eigenschaften hat, die es auch für ein gelungenes Leben braucht.

Euer Motto in Sachen Wein?
Unser Motto ist das Konzept des Kleinen Jacob: Hier spricht der Wein deutsch.

Was trinkt Ihr wenn Ihr keinen Wein trinkt?
Morgens Kaffee, abends Bier.

Wo trinkt Ihr Wein am liebsten, wenn Ihr nicht gerade in Eurer Weinbar/Restaurant seid?
Bei Winzer Jörn in Oestrich-Winkel, und zwar im Keller. Das ist zur Nachahmung übrigens dringend empfohlen.

Your Personal hidden Treasure?
Der Riesling Steingebiss, Jahrgang 2014 vom Weingut Schneiderfritz in der Pfalz. Ein sensationeller Wein, ausgebaut von zwei lockeren, jungen,  und sensationell sympathischen Winzern.