Nachgefragt bei ... Emanuel Pickenhahn von der Alten Kanzlei

Wie bist du zum Wein gekommen?

Ich hatte eine Stelle als Küchenchef in der Schweiz. Dort haben wir uns regelmäßig mit dem Servicepersonal zusammengesetzt um die Weine mit den einzelnen Gängen des Menüs abzustimmen. Das fand ich sehr interessant, und ich habe eine Ahnung davon bekommen, dass Wein ein ziemlich weites Feld und ein ziemlich aufregendes Thema ist.

Wann und warum hast du dich entschieden den Wein zum Beruf zu machen?

Da waren auch ein paar Zufälle im Spiel. Ursprünglich wollte ich ein Restaurant aufmachen. Ich hab mir zu dem Zweck mein Budget ein bisschen genauer angesehen und festgestellt: Für einen Sommelier wird, zumindest in der ersten Zeit, kein Geld da sein. Deswegen fing ich an, mich schon mal möglichst tief in das Thema einzuarbeiten bzw. machte die Ausbildung zum Sommelier. Dann fand ich die „Alte Kanzlei“. Es sprachen allerdings ein paar Faktoren gegen ein herkömmliches Restaurant, die Lage der Küche, die Größe der Küche im Verhältnis zur Anzahl der Plätze und Ähnliches. Also hab ich beschlossen eine Weinbar daraus zu machen.

 

Wofür stehen die WeinPlaces für dich persönlich?

Für Qualität, sehr spannende Weine und interessante Weinpersönlichkeiten, die man dort kennenlernen kann.

Welchen Klassiker hast du immer im Haus?

Eine Flasche von einem der vielen tollen Weingüter aus dem Örtchen Calce.

Wenn du ein Wein wärst, welcher wärest du?

Ich wäre ein rassiger Cabernet Franc von der Loire.

Dein Motto in Sachen Wein?

Ausprobieren!

Was trinkst du, wenn du keinen Wein trinkst?

Ein kühles Bier.

Wo trinkst du Wein am liebsten wenn du nicht gerade in deiner Weinbar bist?

Mit anderen Sommeliers. Der Austausch ist das A und O.

Your Personal hidden Treasure?

Materia Prima vom Weingut Fritsch. Eine Cuvée aus Traminer und Grünem Veltliner. Ein schöner Einstieg für Leute, die mal „Naturwein“ ausprobieren wollen.