Nachgefragt bei ... Emma 2

Wie bist du zum Wein gekommen?
Ich hab mir 1987 eine kleine Wohnung in Italien gekauft. Die dortige Lebensart war echtes Neuland für mich: Ich konnte mir zu der Zeit nicht vorstellen, dass es einen spürbaren Unterschied gibt, zwischen einer Flasche Wein die 3 Euro kostet, und einer, für die man 250 Euro hinblättern muss. Aber wenn man so langsam in die italienische Lebensweise einsickert, und vor allem auch anfängt die italienischen Vorstellungen von Qualität zu verinnerlichen, dann kann man gar nicht anders, als sich auch mit Wein zu befassen.

Wann und warum hast du dich entschieden ihn zu deinem Beruf zu machen?
Mir war Anfang der Neunzigerjahre schon klar: Wenn ich mit meinem eigentlichen Beruf durch bin, mache ich eine Weinbar auf. Irgendwann wollte es der Zufall, dass in der Straße, in der ich wohne, ein Ladenlokal frei wurde. Das Schönste: Es war wie geschaffen für das, was ich vorhatte. Ich hätte eigentlich noch 3 Jahre arbeiten müssen, aber das war mir dann gleichgültig. Mit 59 habe ich gekündigt und mit 60 Jahren den Laden aufgemacht.

 

Wofür stehen die WeinPlaces für dich persönlich?

Man kann nicht genug betonen, dass Gerolsteiner bei der Auswahl der WeinPlaces wirklich sehr sorgfältig vorgeht und sich alle erdenkliche Mühe gibt. Das bedeutet für den Gast: Er betritt immer einen besonderen Ort, wo Wein liebevoll aber unkompliziert gepflegt wird. Er kann sich ohne großes Getue kompetent beraten lassen und eine feine Kleinigkeit essen. Das ist ein großartiges Konzept.

Welchen Klassiker hast du immer im Haus?
Ihr dürft ruhig lachen, er heißt Casa Emma.Casa Emma stammt von einem Produzenten im Chianti, der als Einziger im ganzen Anbaugebiet einen Merlot macht. Natürlich fand ich den Namen sofort interessant, aber es war dann tatsächlich die Qualität, die mich von diesem Wein überzeugt hat. Eine Flasche Casa Emma hab ich mit Sicherheit immer griffbereit.

Wenn du ein Wein wärst, welcher wärest du?

Dann wäre ich ein Sine Qua Non aus Kalifornien. Der stammt von Manfred Krankl, einem österreichischen Bäcker, der sich eines schönen Tages nach Amerika verabschiedet hat, um dort Wein zu machen. Also einem Mann, der für den Wein seinen klassischen Beruf aufgegeben hat, was ich sehr gut verstehen kann. Sein Sine Qua Non ist einfach ein bisschen anders als die anderen, deshalb passt er zu mir.

Dein Motto in Sachen Wein?
Wein ist ein Stück Kultur.

Was trinkst du, wenn du keinen Wein trinkst?
Dann trinke ich Bier.

Wo trinkst du Wein am liebsten, wenn du nicht gerade in deiner Weinbar/Restaurant bist?
Bei mir zuhause mit Freunden.

Your Personal hidden Treasure?
Ein Italiener von der Fattoria Felsina: Er heisst Fontalloro. Das ist der Tropfen, der mich eigentlich zum Wein gebracht hat.