Wertvolle Auszeichnung: Toni Askitis zum VDP.Traubenadler Sommelier 2016 gewählt

Bei der Eröffnung der Mainzer Weinbörse wurde – wie auch schon im Vorjahr – der VDP.Traubenadler Sommelier gekürt: Antonios Askitis, Inhaber des WeinPlaces D’Vine hat sich gegen tolle Konkurrenz durchgesetzt. Doch was steckt hinter dieser Auszeichnung und wie kann ein Sommelier sie erreichen? 

Deutscher Wein hat seine ganz besonderen Stärken – charaktervolle Lagen und besondere vielfältige Böden. Um diese Herkunft etwas mehr ins Licht in der Öffentlichkeit zu rücken, nutzt der Verband Deutscher Prädikatsweingüter e.V. (VDP) die VDP.Klassifikation. Ziel ist es, den besten deutschen Weinbergslagen ihren Wert beizumessen und damit Weinlagen zu fördern, in denen Weine gedeihen, die zur Weltklasse zählen. Mit viel Herzblut, Sorgfalt und Know-How machen sich die Sommeliers im Inland zur Aufgabe, diese Herkunft zu würdigen. Zusammen mit meiningers sommelier soll dieses Engagement belohnt und hervorgehoben werden. 

Sommeliers konnten sich mit ihrer Weinkarte bewerben und zeigen, wie sie die Lagen- und Herkunftsklassifikationen der VDP.Prädikatsweingüter umsetzen und für den Gast aufbereiten. Tatsächlich ist dies nicht so leicht, wie es vermeintlich klingen mag. Entscheidend ist die Balance zwischen Guts- und Ortsweinen, sowie Weinen aus Ersten und Großen Lagen und dies für den Gast verständlich darzustellen. Drei Sommeliers ist dies hervorragend gelungen: Toni Askitis, Christoph Geyler und Philipp Oltersdorf. Der Sieger Toni Askitis vom Düsseldorfer D’Vine hat das Thema nach Auffassung der Jury  am besten umgesetzt: Auf keiner anderen Karte wurden die Klassifikationen so detailliert und korrekt eingesetzt.

„Es macht einfach Spaß mit den verschiedenen Lagen zu spielen und den Gast mit den Unterschieden zu begeistern. Die Weine haben Identität, zeigen Herkunft und zwar auch nach langer Reifung“ – so der Sommelier und Inhaber des WeinPlace D’Vine.

Auf Platz Zwei landete Christoph Geyler vom Berliner Rutz. Seit 2014 im Restaurant, lobt er die Arbeit seiner Vorgänger und setzt deren Tradition geschmackssicher fort: „Passion und Liebe ist vor allem der deutsche Riesling. Und keine andere Sorte kann in ihrer Vielseitigkeit die Lage so widerspiegeln.“

Der dritte Platz ging an Philipp Oltersdorf vom Hotel Deimann in sauerländlischem Schmallenberg. Er überzeugte besonders durch die gute Mixtur aus Guts- und Ortsweinen, einigen Ersten Lagen und Großen Gewächsen: „Viele Gäste kennen die Klassifizierung des VDP noch gar nicht bzw. beschäftigen sich nicht damit. Ich empfehle den Hausgästen gerne am ersten Tag einen VDP.Gutswein. Am zweiten Tag steigern wir uns qualitativ bis zum VDP.Großen Gewächs.“

Ebenso wie die Sieger des VDP.Traubenadler Sommeliers wurde auch bereits das Thema für 2017 verkündet. Im nächsten Jahr werden die VDP.Prädikatsweingüter und meinigers sommelier das innovativste Konzept einer Weinkarte auszeichnen. Entscheidend ist dabei neben Aufbau und Gestaltung auch die Gliederung und Strukturierung einer Karte. 
Eine neue spannende Herausforderung, der sich ambitionierte Sommeliers stellen können und sollten.