Interview mit ...

Johannes Haart

Weingut Haart

 

Ein Blick in die Zukunft: Welcher Weintrend kommt, welcher geht?

Es geht in Richtung authentischere, individuellere Weine –  sei es durch die Handschrift des Winzers, die Herkunft des Weins oder die Tradition, die mit hereinspielen. Wobei auch neue Ideen, Methoden  und Techniken aufkommen, nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels. Wir werden in unseren Breiten mit dem sich verändernden Klima auch anderen Wein machen als in der Vergangenheit. Es gibt viele Möglichkeiten. Früher gab es Trends, die waren für zehn-zwanzig-dreißig Jahre zementiert. Inzwischen gibt es eine viel größere Bandbreite. Es wird auch das Ausgefallene gesucht. Social Media sei Dank kommen Trends sozusagen von Jahr zu Jahr.

Social Media hat also durchaus einen pushenden Effekt bei Weintrends?

Man sieht es mehr und mehr. Wein erfindet sich natürlich nicht jedes Jahr neu. Aber es gibt in Social Media eine Szene dafür, die sich damit befasst, was angesagt ist, was nachgefragt, was getrunken wird.

Welche Leidenschaft haben Sie neben dem Wein?

Das Kochen. Zum einen ergänzen Wein und Kochen sich sehr gut. Beide folgen einer ähnlichen Mentalität. Man arbeitet mit Produkten, die eine Herkunft und einen eigenen Charakter haben. Bei beidem verbinden sich Tradition und das Erproben neuer Wege. Kochen ist auch etwas, das einen als Familie, als Gemeinschaft zusammenbringt: In unserer Gesellschaft ist man heutzutage doch eher allein. Kochen ist da eine großartige Möglichkeit mit anderen zusammenzutreffen.

Haben Sie schon immer gerne gekocht?

Im Grunde genommen schon. Ich meine, die Anfänge waren eher einfach. Aber es war immer eher das gesellschaftliche Kochen. Nicht allein in der Küche stehen und dann etwas auf den Tisch stellen, sondern gemeinsam mit der Familie und auch Freunden Zeit in der Küche verbringen.

Haben Sie Lieblingsgerichte?

Gar nicht so. Ich probiere gerne Neues aus und bin offen für alles. Mal italienisch, mal spanisch, mal asiatische Küche. Das wechselt sehr schnell.   

Haben Sie einen Lieblingsplatz?

Da wir direkt am Wasser an der Mosel wohnen, ist das mein liebster Platz. Ich sitze gerne in der Mittagspause da, um ein paar Minuten ausspannen, Kraft und Energie zu tanken.

Gibt es etwas, was Sie nicht können?


Da gibt es vieles. Ganz konkret? Das Organisieren fällt mir manchmal schwer, alles unter einen Hut zu bringen, nichts zu vergessen. Da bin ich ganz besonders froh, dass ich andere habe, die mir helfen, nicht zuletzt meine Frau.