Die Nominierten der Falstaff WeinTrophy 2019 im Überblick

Die Falstaff WeinTrophy ist eine der wichtigsten Auszeichnungen in der Welt der Weine. In den Kategorien »Winzer des Jahres«, »Newcomer des Jahres« und »Sommelier des Jahres« werden in einer feierlichen Preisverleihung auf Schloss Hugenpoet am 22. Februar 2019 die Akteure der Weinszene geehrt, die uns im vergangenen Jahr mit Leidenschaft und Hingabe ausgezeichnete Genüsse beschert haben. Die Abstimmung über die Besten der Besten aus dem Falstaff Weinguide Deutschland 2018 nimmt eine Fachjury in geheimer, notariell beglaubigter Wahl vor. Bevor die Gewinner bekannt gegeben werden, stellen wir an dieser Stelle die Nominierten vor, die im Rennen um den begehrten Preis dabei sind: 

Nominiert in der Kategorie „Winzer des Jahres 2019“

Winzer des Jahres: Fritz Waßmer | Weingut Fritz Waßmer, Baden

© Philipp Melchers

Vor genau 20 Jahren begann der damals erfolgreiche Spargelbauer Fritz Waßmer sich dem Wein zuzuwenden. Schnell gewann Waßmer Ansehen für seine kraftvollen Weine. Dabei galt und gilt seine Hingabe den Burgundersorten. Sie sind es auch, die seine Nominierung begründen: Vor allem mit seinen neuen Lagen- und parzellenreinen Spätburgunder-Kelterungen schreibt Waßmer ein neues Kapitel in Badens Burgunder-Geschichte.

Winzer des Jahres: Mathieu Kauffmann | Weingut Reichsrat von Buhl, Pfalz

© Philipp Melchers

Der gebürtige Elsässer war Chef de Cave beim Champagnerhaus Bollinger, als ihn Achim Niederberger in die Pfalz und zu Reichsrat von Buhl holte. Seit Kauffmanns erstem Jahrgang 2013 sorgen seine Weine und Sekte für Gesprächsstoff. Mit großem Geschick legt Kauffmann den Terroir-Charakter der Forster und Deidesheimer Spitzenlagen frei. Dabei sind seine stillen Rieslinge genauso aufregend wie seine Sekte.

Winzer des Jahres: Dr. Matthias Corvers | Weingut Corvers-Kauter, Rheingau

© Philipp Melchers

Die Familien Corvers und Kauter blicken beide auf mehr als 200 Jahre Weinbautradition zurück. Wichtiger ist Dr. Matthias Corvers indes der Blick nach vorn. So überlässt er nicht nur seinem Sohn Philipp viel Verantwortung, sondern er konnte nun auch die Rebflächen des Weinguts Langwerth von Simmern hinzupachten. Befindet sich Corvers-Kauter seit Jahren im Aufwind, so lockt nun mit Lagen wie Marcobrunn und Baiken noch mehr Prestige.


Nominiert in der Kategorie „Newcomer des Jahres 2019“

Newcomer des Jahres: Jörn Goziewski | Weingut Joern Wein, Rheingau

@ Philipp Melchers

Jörn Goziewski, Jahrgang 1981, wuchs in Erfurt auf und trank bis zum 18. Lebensjahr gar keinen Alkohol. Doch dann packte ihn das Weinvirus: Praktikum im Rheingau, Studium in Geisenheim, Aufenthalte in Südtirol, Spanien und Neuseeland. 2015 machte sich Goziewski selbstständig, seit 2016 lässt er alle Trauben auf der Maische vergären. Doch auch Orange Wine, so Goziewskis Credo, soll »bei aller Dichte und Komplexität maximale Feinheit zeigen«.

Newcomer des Jahres: Moritz Haidle | Weingut Karl Haidle, Württemberg

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Moritz Haidle musste früher, so sagt er, »gezwungenermaßen« zu Hause im Weingut anpacken, damals aber sprühte er lieber Graffiti und träumte davon, als Designer zu arbeiten. Erst als er ein Praktikum bei Paul Fürst absolvierte, habe er die »Faszination von Wein verstanden«. Nach Stationen in Australien, Kalifornien, in Burgund und Baden kam das Studium in Geisenheim. Und heute? Lässt Haidle mit kompromisslosen Weinen aufhorchen.

Newcomer des Jahres: Jonas Seckinger | Weingut Seckinger, Pfalz

© Philipp Melchers

An der Mittelhaardt haben die großen Namen das Sagen – doch auch hier sind ambitionierte Familienbetriebe und eine ehrgeizige Jugend zu finden. So wie das Weingut der Familie Seckinger und den 26-jährigen Jonas Seckinger. Seinen ersten Wein erzeugte Seckinger mit 17, anfangs experimentierte er mit einer alten Holzkelter in der elterlichen Garage. Inzwischen ist er Profi – und mit großem Erfolg auf der Suche nach dem »kühlen Pfälzer Stil«.


Nominiert in der Kategorie „Sommelier des Jahres 2019“

Sommelier des Jahres: Iris Giessauf | Gasthaus Essers, Köln

@ Philipp Melchers

Seit 2004 führt die gebürtige Steirerin gemeinsam mit ihrem Mann Andreas das »Essers Gasthaus« in Köln. In dieser Zeit ist das Lokal zur Institution geworden. Zum einen seiner österreichisch inspirierten, handfesten und dennoch auch verfeinerten Küche wegen. Zum zweiten aber auch, weil man hier so exzellent Wein trinken kann. Iris Giessaufs Auswahl mischt Bewährtes und Bekanntes mit überraschenden Entdeckungen und flankiert gekonnt reife Jahrgänge mit jugendlich-frischen Genüssen. 

Sommelier des Jahres: Benjamin Birkholz | Restaurant JM, Sylt

@ Philipp Melchers

»Wein ist das älteste Kulturgut der Welt, Wein ist Geselligkeit, Wein bringt Leute zusammen, dabei geht es niemals darum, sich zu betrinken, sondern Spaß zu haben«, so lautet das Credo von Benjamin Birkholz. Spaß haben die Gäste im Hotel und Restaurant von Jörg Müller in Westerland auf Sylt ganz gewiss, wenn sie sich Birkholz’ Obhut anvertrauen. Seine Fähigkeit, die Nuancen in den kulinarischen Kompositionen seines Schwiegervaters durch die Weinauswahl in Szene zu setzen, zeigt Birkholz als Meister seines Fachs.

Sommelier des Jahres: Bernd Kreis | Weinhandlung Bernd Kreis, Stuttgart

© Alexander Wunsch

Bernd Kreis gehört zu jener Generation von Sommeliers, die das deutsche Wein- und Gastronomiewunder der 1990er-Jahre geprägt haben. Als Chefsommelier in der Stuttgarter »Wielandshöhe« erhielt er 1992 auch seine Auszeichnung als »meilleur sommelier d’Europe«. 1996 eröffnete Kreis seine eigene Weinhandlung, die er heute mit großem Erfolg an zwei Standorten in Stuttgart führt. Auch als Förderer junger Talente tritt er in Erscheinung und bewirtschaftet einen Weinberg im Steilhang des Degerlocher Scharrenberg.