Die Nominierten der Falstaff WeinTrophy 2020 im Überblick

Die Falstaff WeinTrophy ist eine der wichtigsten Auszeichnungen in der Welt der Weine. Bevor die Gewinner bekannt gegeben werden, stellen wir an dieser Stelle die Nominierten vor, die im Rennen um den begehrten Preis dabei sind: 

In den Kategorien »Winzer des Jahres«, »Newcomer des Jahres« und »Sommelier des Jahres« werden in einer feierlichen Preisverleihung auf Schloss Hugenpoet am 28. Februar 2020 die Akteure der Weinszene geehrt, die uns im vergangenen Jahr mit Leidenschaft und Hingabe ausgezeichnete Genüsse beschert haben. Die Abstimmung über die Besten der Besten aus dem Falstaff Weinguide Deutschland 2019 nimmt eine Fachjury in geheimer, notariell beglaubigter Wahl vor.

Désirée Steinheuer | Steinheuers Restaurant, Bad Neuenahr-Ahrweiler

@ Philipp Melchers

Als Tochter von Koch-Legende Hans Stefan Steinheuer und seiner Frau Gabriele bekam Désirée Steinheuer die Liebe zur Kulinarik und zum Wein bereits in die Wiege gelegt. Nach Stationen in Shanghai, London und bei Nils Henkel im Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach ist die 38-jährige Restaurantleiterin und Sommelière seit 2015 wieder zu Hause in der “Alten Post” in Heppingen. Das seit mehr als 30 Jahren sterneprämierte Restaurant umsorgt sie mit viel Liebe und treffsicheren Weinempfehlungen.

Sophie Lehmann | Restaurant 100/200, Hamburg-Rothenburgsort

@ Philipp Melchers

Leidenschaft trifft auf Wahnsinn und Professionalität im Hamburger Restaurant “100/200”. Eine der unkonventionellsten Neugründungen der letzten Jahre in Hamburg hat die Weinchefin nicht lange suchen müssen. Sophie Lehmann hat hier als logische Konsequenz die Aufgabe übernommen, zu Thomas Imbuschs eigenwilligen Kreationen ebenso eigenwillige Weine zu kombinieren. Eine Aufgabe wie geschaffen für ein Multitalent: Die Köchin, Hotelfachfrau und Sommelière Lehmann stand auch schon als Pianistin und Saxofonistin auf der Bühne.

Tibor Werzl | Restaurants LivingRoom und Five Bochum, Bochum

© Philipp Melchers

“Ob ich ne kurze Hose anhabe oder einen Anzug, das macht ja das Esserlebnis der Gäste nicht anders”, so das Credo des in Dortmund geborenen Kochs und Sommeliers. Tibor Werzl, der gerne einmal als “Bochums einziger Sommelier” bezeichnet wird, ist ein echter Liebling des Ruhrgebiets. Seine Fangemeinde schätzt die Extraportion Kreativität und die unkomplizierte Arbeit mit dem Wein: “Man muss einfach nett, gepflegt und kompetent daherkommen.”

Maximilian Kusterer | Weingut Kusterer, Württemberg

@ Philipp Melchers

Maximilian Kusterer hat während seiner Lehrzeit genau zugehört und zugeschaut, wenn es um feine Pinot Noirs ging, er ist dabei, seine eigene Handschrift zu entwickeln. Der Esslinger hat noch einiges vor, er sei ziemlich ehrgeizig und zielstrebig, »aber auch sein größter Kritiker«. Er sei nicht »allzu laut«, sagt Kusterer, »aber ich weiß genau, was ich will«. Als Nächstes will er sich verstärkt dem Chardonnay widmen, den er weiter verbessern will. Und im nächsten Jahr soll er das Weingut von seinen Eltern übernehmen – mit noch nicht mal 30 Jahren.

Felix Pieper | Weingut Pieper, Mittelrhein

© Philipp Melchers

Burgunder sind sein Ding! Nach dem Studium in Geisenheim stieg Pieper 2007 zu Hause ein: »Ich musste natürlich erst Erfahrung sammeln, wenn man frisch aus Geisenheim kommt, hat man den Kopf voller Ideen, das ist auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Anfangs ist man auch ängstlich, das Bauchgefühl muss man erst entwickeln, und man muss lernen, dass man ohnehin nicht alles zu 100 Prozent steuern kann.« Pieper ist kein Newcomer ganz am Beginns eines Berufswegs – er ist einer, der bereits mit beiden Beinen auf festem Grund steht, der sich auch über den eigenen Betrieb hinaus engagiert.

Yvonne Libelli & Martin Lucas| Margarethenhof, Pfalz

© Philipp Melchers

Forst in der Mittelhaardt ist ein Sehnsuchtsort aller Rieslingkenner: Nur in wenigen anderen Weinbaugemeinden Deutschlands ballen sich die Spitzenlagen auf so engem Raum. Unter ihnen der Margarethenhof von Familie Lucas. Und diesen Margarethenhof haben gerade Yvonne Libelli, 33, und ihr Bruder Martin Lucas, 30, übernommen. Keine Frage, die Geschwister werden die Familientradition zu neuen Höhen tragen. Denn die Zeit ist reif für den nächsten Schritt – man darf sehr gespannt sein, wie es hier weitergeht.

Caroline Diel | Wein-Schlossgut Diel, Nahe

© Philipp Melchers

Nach Wanderschaften in Österreich, Südafrika und Neuseeland ging es 2006 für Caroline Diel richtig los – in diesem Jahr begann die 39-jährige Önologin an der Seite ihres Vaters im namhaften Schlossgut zu arbeiten. Die dreifache Mutter setzt seit dem starke Akzente im Weinberg, und das gerade weil sie die Souveränität besitzt, Bewährtes zu bewahren. Dank ihres Gespürs für rassige Rieslinge und stilvolle Burgunder hat sie inzwischen das Steuer des Weinguts übernommen.

Sven Leiner | Weingut Jürgen Leiner, Pfalz

© Philipp Melchers

Sven Leiner hat die Weinguts-Fäden in der Hand, wenn er geschickt Philosophie, Persönlichkeit und Herz im Weinberg jongliert. Dank seines Vertrauens in die Natur und die Menschen, die ihn begleiten, war der Südpfälzer Winzer einer der ersten, der das Weingut seiner Eltern zunächst erfolgreich auf Bio- und später auf biodynamischen Weinbau umstellte.Heute gehören seine Weine zur stilistischen Avantgarde, und dies auf eine wohltuend unaufgeregte Weise, erkennbar durchdachte, grundsolide – und schmackhaft.

Johannes Hasselbach | Weingut Gunderloch

© Philipp Melchers

Eine Weltweinreise hat den Weingutssohn vor allem zu der Erkenntnis gebracht, dass Internationalität schön und gut ist, die regionale Verwurzelung aber besonders wichtig ist. Denn die Region prägt die Weine des Weinguts Gunderloch. 2012 begann der ausgebildete Betriebswirt an der Seite seines Vaters zu arbeiten, bevor er 2015 den Betrieb ganz übernahm. Seit dem steht die dynamische Weiterentwicklung im Fokus und so gelingt es schließlich auch, Inspiration aus Region und aus der ganzen Welt im Weinberg zu vereinen.



Nominiert in der Kategorie „Sommelier des Jahres 2020“

Nominiert in der Kategorie „Newcomer des Jahres 2020“

Nominiert in der Kategorie „Winzer des Jahres 2020“