Grandi Marchi gibt sich die Ehre

Die Vereinigung der Grandi Marchi ist ein Zusammenschluss von 19 familiengeführten Weingütern. Diese Fusion besteht seit 2004, alle Weingüter tragen ihre Namen als veritable Marke. Die meisten Familien besitzen historische Wurzeln und sind bereits seit Jahrhunderten in der Weinbranche tätig. 


Family Business on the Road

Die Grandi Marchi Winzer sind weltweit unterwegs. Nachdem sie ihre Weine im letzten Jahr in Norddeutschland präsentiert haben, stehen in diesem Jahr München und Köln auf dem Tourplan. Der Großteil der Grandi Marchi Winzer ist persönlich angereist, um ihre Weine vorzustellen und mit den Besuchern zu plaudern: Albiera Antinori, Valentina Argiolas, Gaja Gaja, José Rallo, Priscilla Incisa della Roccetta, Chiara Lungarotti, Michele Jermann, Alois Lageder, Piero Mastroberardino, Sebastiano de Carrato, Michele Bernetti, Alberto Tasca, Clemente Biondi-Santi und last but not least der Grand Seigneur des Piemont, Michele Chiarlo höchstpersönlich.

Gemeinsam sind sie stark 

Das „Istituto del vino italiano di qualità Grandi Marchi“ ist ein Verbund der 19 wichtigsten und renommiertesten Weingüter Italiens. Ihr Ziel ist es, die Kräfte und Energien der beteiligten Betriebe zu bündeln, um den hochwertigen Weinen Italiens in der ganzen Welt ein entsprechendes Gewicht zu verleihen. Gemeinschaftlich und effizient fördern sie die Kultur der italienischen Weine und ganz nebenbei ihre eigenen Interessen. Nach zehn Jahren kann nun ein erstes Resümee gezogen werden: Die Botschaft der italienischen Top-Liga hat Fuß gefasst – sowohl in etablierten als auch in neu aufkommenden und aufstrebenden Märkten.

Der Grandi Marchi Codex

Jedes Weingut wird von der Familie geführt, der Familiennamen dient als Alleinstellungsmerkmal und steht für die Marke. Die Historie der Weingüter reicht von zwei Duzend Jahren bis hin zu einigen Jahrhunderten. Entsprechend alt sind die Rebstöcke der arrivierten Betriebe. Jeder der Winzer genießt weltweite Reputation für die herausragende Weinqualitäten und die damit verbundene Weinbautradition. Alle beteiligten Betriebe besetzen individuelle Schlüsselpositionen in der Repräsentation hochwertiger italienischer Weine. In der Regel besetzen die Grandi Marchi Betriebe in ihrer Region die Position des Marktführers. Alle Mitglieder stehen für eine beispielhafte Identität ihrer Anbaugebiete. Gleichgesinnten Winzern dienen sie als Vorbild. Die Familien teilen Werte, Ansichten und Strategien und unterstützen sich dabei gegenseitig in ihren Bestrebungen. Sie setzen ihren Fokus auf Bildung, Innovation und prosperierende Märkte. Jedes dieser Weingüter genießt den individuellen Ruf eines Visionärs.

 

 

Tasting auf hohem Niveau

Das deutsche „Start up“ für die deutsche Grandi Marchi Road-Show fand im letzten Jahr in den Städten Berlin und Hamburg statt. Zum ersten Mal wurden italienische Weine in solch einem hohen Qualitätsniveau im Rahmen einer hervorragend organisierten Degustation präsentiert. Im Süden, rund um München besitzt der italienische Wein, aufgrund der geographischen Lage, einen wesentlich höheren Stellenwert. Für die Münchner Klientel ist hochwertiger italienischer Wein gar nicht wegzudenken, während er im Rest Deutschlands in den letzten Jahren doch erhebliche Anteile verloren hat.

Deshalb sind diese Veranstaltungen, die exklusiv Fachbesuchern aus Gastronomie, Handel und Presse vorbehalten sind, eine einmalige Chance die Weine der Top-Weingüter zu verkosten. In München und Köln moderierte Journalist und Autor Steffen Maus eine geführte Verkostung ausgesuchter Weine, bei der alle 19 Weingutsbesitzer zu Wort kamen. Im Anschluss daran schenkten sie ihre Weine höchstpersönlich an die interessierte Kundschaft aus. Donna Priscilla Incisa della Roccetta präsentierte beispielsweise Sassicaia in zwei Jahrgängen: 2013 und 2012. Roberto Tasca zeigte mit seinem Grillo Mozia einen ursprünglichen Weißwein der Insel San Pantaleo, Trapani, Sizilien; José Rallo brillierte mit vibrierenden fruchtsüßen, nach reifen Aprikosen duftendem Ben Rye. Das Piemont punktete in nahezu allen Facetten und Ca‘ del Bosco trumpfte prickelnd auf: mit seiner Cuvée Anna Maria Clementi und dem etwas kräftigeren Dosage Zéro Noir. 

Die Grandi Marchi Veranstaltung lieferte hohes Niveau: eine einmalige Möglichkeit, die Winzer und ihre Weine persönlich zu erleben.

Christina Fischer

Christina Fischer

Christina Fischer

Die Sommeliere und Buchautorin Christina Fischer lebt und arbeitet in Köln. Ihre vielseitigen Aktivitäten bündelt sie in ihrer Kölner GENUSS Werkstatt.

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